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Das Violoncello - oft einfach Cello genannt

Das Violoncello (Plural: Violoncelli, umgangssprachlich auch Cello genannt) gehört zur Familie der Streichinstrumente. Der Name Violoncello kommt aus dem Italienischen und bedeutet „Kleiner Violone“ (Der Violone ist ein historisches Streichinstrument). Es wird aus Holz gebaut und ähnelt in seiner Form der Violine, allerdings ist es größer. Deswegen wird es auch nicht wie die Violine zwischen Schulter und Kinn geklemmt sondern steht aufrecht (mit dem Hals nach oben) auf einem an seiner Unterseite angebrachten Metallstachel zwischen den Beinen des sitzenden Violoncellisten.

Wie sich ein Cello anhört, könnt Ihr in diesem Video sehen und hören..

Das Violoncello hat vier Saiten und einen Tonumfang von fast fünf Oktaven. Es wird wie die anderen Instrumente dieser Familie mit einem Bogen gespielt und klingt eine Oktave tiefer als die Viola (Bratsche). Das Violoncello wird vom Geigenbauer hergestellt. Für den Bau eines Violoncellos benötigt er ungefähr das Dreifache an Zeit im Vergleich zum Bau einer Violine.

Das Violoncello ist im 16. Jahrhundert entstanden. Eines der ersten Instrumente, die mit dem heutigen Violoncello vergleichbar sind, baute Andrea Amati im Jahr 1572. Neben den viersaitigen Violoncelli gab es im 17. Jahrhundert auch Violoncelli mit fünf oder sechs Saiten. In diesem Jahrhundert legte der berühmte Geigenbauer Stradivari auch die bis heute gültigen Maße für Violoncelli fest.

Der Stachel an der Unterseite des Violoncellos wurde erst im 18. Jahrhundert erfunden. Bis dahin mussten die Musiker das Violincello zwischen den Beinen festklemmen. Anfangs hatte das Violoncello nur die Funktion der Bassführung inne. In Partituren (darin werden alle Einzelstimmen einer Komposition aufgeführt, sodass der Dirigent einen Überblick über alle Stimmen hat) wurden Violoncelli nicht einmal erwähnt, sondern mit den Kontrabässen als „bassi“ zusammengefasst.

Erst in der Klassik begann man, die Violoncello- und Kontrabassstimmen in der Partitur zu trennen. Beethoven war der Erste, der das Violoncello in seinen Kompositionen auch als Melodieinstrument verwendete. Heute ist das Violoncello fester Orchesterbestandteil.