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Schlag- oder Perkussionsinstrumente

Perkussionsinstrumente werden auch Schlaginstrumente oder Schlagzeug genannt. Die meisten Perkussionsinstrumente stammen aus Afrika, Südamerika und Südostasien, wo sie seit Jahrhunderten eng mit den Lebensgewohnheiten der Völker und mit ihren Mythen verbunden sind. Die Schlaginstrumente werden beim Tanz, aber auch als Begleitinstrument zu Beschwörungen und Ritualen verwendet.

Schlaginstrumente werden in so vielen verschiedenen Musikrichtungen verwendet wie kein anderes Instrument: In der Rock- und Popmusik, im Jazz und in Big Bands und auch im Sinfonieorchester. In der Orchestermusik des 20. Jhs. ist der Einsatz der Perkussionsinstrumente derart wichtig geworden, dass von einer Renaissance (also einer Neuentdeckung) der Schlaginstrumente gesprochen wird.

Die Perkussionsinstrumente werden in verschiedene Gruppen unterteilt, je nachdem auf welche Art ihr Ton erzeugt wird.
Membranophone sind Instrumente bei denen ein Fell über einen Resonanzkörper gezogen wird, wie zum Beispiel bei Trommeln. Der Ton wird dann erzeugt indem man mit Schlägeln oder mit den Händen auf das Fell schlägt. Mit den Händen schlägt man zum Beispiel das Tambourin, das am Rand noch Schellen hat, die dann mitklingen. Du kennst es bestimmt aus dem Musikunterricht.

Ein anderes Membranophon ist die Pauke, das wichtigste Schlaginstrument im Orchester. Sie wird mit Schlägeln gespielt deren Köpfe mit Filz, Leder, Flanell, Kork oder Holz bespannt sind und dadurch unterschiedliche Klänge erzeugen. Wie bei den Streichern und den Bläsern, muss der Paukist sein Instrument stimmen. Das macht er mit einem Pedal oder Schrauben. Je nachdem wie stark das Fell gespannt ist wird der Ton höher oder tiefer.

Neben den Membranophonen gibt es die sogenannten Idiophone, was „Selbstklinger“ bedeuted. Sie heißen so, weil bei ihnen das ganze Instrument den Klang selbst erzeugt (und nicht eine Membran wie bei der Pauke). Das sind zum Beispiel Rasseln, Triangeln und Becken.