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Die Posaune

Die Posaune besteht aus einem S-förmig gebogenen Rohr, das durch rein und rausziehen verlängert oder verkürzt werden kann, dadurch wird die Tonhöhe verändert. In dieses gebogene Rohr wird am einen Ende ein Mundstück eingesetzt das andere Ende öffnet sich zum Schalltrichter (auch: Stürze oder Schallbecher). Der Ton entsteht wie bei allen Blechblasinstrumenten durch die Vibration der Lippen des Spielers am Mundstück.

Die Posaune entstand in ihrer jetzigen Form bereits um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete und ist neben der Violine eines der ältesten Orchesterinstrumente. Weil eine Naturtrompete (Tromba) eine unhandliche Länge von etwa 1,37 Meter aufweist, wurden die Instrumente in S-Form gebogen, gerollt oder in "Brezelform" hergestellt. Der englische, französische und italienische Name des Instruments Trombone bedeutet wörtlich nichts anderes als "große Trompete". Der deutsche Name entwickelte sich aus der altfranzösischen Bezeichnung "buisine".

Zur Zeit der Renaissance: bis etwa 1700 wurde die Posaune als einziges Blasinstrument häufig im Ensemble mit Sängern und Streichern, aber auch eigenständig eingesetzt, da sie in der Lage war die Töne sehr sauber zu spielen. Die Posaunenmusik war bei vielen Anlässen einsetzbar, so in der Kirche und bei gesellschaftlichen Ereignissen, jedoch weniger bei Burg- und Schlossfesten.

Zur Zeit des Barock: der europäische Adel bevorzugte traditionell Saiten- und Streichinstrumente zur Unterhaltungsmusik, dadurch kam es im 17. Jahrhundert zu einem Rückgang der Blasmusik, was dazu führte, dass die Posaune in weiten Teilen Europas aus der Mode geriet.

Im 18. und 19. Jahrhundert: seit der romantischen Epoche umfasst die übliche Besetzung eines Sinfonieorchesters zwei Tenorposaunen und eine Bassposaune. Im modernen Blasorchester sind vier Posaunenstimmen üblich.

Im 20. Jahrhundert: in der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts behielt die Posaune ihre bedeutende Stellung im Sinfonieorchester und erhielt wichtige Stellen in Werken praktisch aller bedeutenden Komponisten dieser Epoche wie Richard Strauss und Gustav Mahler. Nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckten Komponisten das Instrument nach und nach auch wieder neu als Solo-Instrument und für die Kammermusik.