Zum Inhalt springen

Das Klavier

Das Klavier gehört zu den Tasteninstrumenten und wird auch Piano genannt. Der Name Klavier kommt aus dem lateinischen „clavis“ und das bedeutet Taste. Klavier ist eigentlich ein Oberbegriff für Pianino und Flügel. Das Pianino ist das kleinere, kastenförmige und aufrecht stehende Klavier, es wird heute aber normalerweise nicht Pianino, sondern auch Klavier genannt. Also ist der Begriff Klavier sowohl ein Überbegriff für Pianino und Klavier, als auch die Bezeichnung für das Pianino im Speziellen.

Das Klavier ist ein Soloinstrument, das heißt, man spielt es oft alleine. Es kommt aber auch vor, dass es in unserem Orchester mitspielt, entweder mit den anderen Instrumenten zusammen, oder als Soloinstrument vom Orchester begleitet. In klassischen Stücken spielt das Klavier eine große Rolle, aber auch aus der modernen Musik ist das Klavier heute nicht mehr wegzudenken.

Das Klavier hat zwei wichtige Vorgänger: Das Klavichord und das Cembalo. Beide besaßen aber noch nicht die Hammermechanik (siehe unten). Diese wurde 1709 von Bartolomeo Christofori erfunden. Er erfand auch die Pedale am Klavier). Die Hammermechanik hat den Vorteil, dass Du laut und leise spielen kannst, was bei Cembalo und Klavichord dagegen nicht funktioniert. Bei diesen Instrumenten hast Du immer nur eine Lautstärke.

Über Jahrhunderte hinweg wurden die ersten Klaviere stetig verbessert, bis schließlich im 19.Jahrhundert das heutige Klavier entstand. Das Klavier war in Europa schon immer beliebt. Joseph Haydn, Debussy und viele andere Komponisten haben sich Klavierstücke ausgedacht und berühmte Klavierspieler wie Mozart oder Beethoven haben sie dann gespielt und auch selbst Stücke komponiert. Aber nicht nur in Deutschland spielen viele Menschen Klavier, sondern auch z.B. in China. Heute spielen dort um die 20 Millionen Jugendliche Klavier.

Bei edlen Veranstaltungen benutzt man auch einen Flügel. Seinen Namen bekam er wegen seines Aussehens: Er ähnelt dem Flügel eines Vogels. Der Unterschied zwischen einem Klavier und einem Flügel liegt darin, dass bei einem Flügel die Saiten waagrecht (also von rechts nach links) verlaufen und bei einem Klavier senkrecht (also von oben nach unten). Deswegen ist ein Flügel viel größer als ein Klavier und benötigt mehr Platz.

Der Ton beim Klavier wird folgendermaßen erzeugt: Wenn Du auf eine Taste drückst, wird eine Mechanik in Gang gesetzt, die ein Hämmerchen im Inneren des Klaviers an bis zu drei Saiten schlagen lässt. Dadurch entsteht ein Ton. Tasteninstrumente, die diese Hammermechanik besitzen, nennt man Hammerklaviere. Heutzutage benutzt man beim Klavier Hämmerchen, die mit Filz bedeckt sind, damit die Hämmerchen nicht so hart zurückfallen und der Ton nicht zu metallisch klingt.

Klaviere sind mehrchörig. Das bedeutet, dass ein Hämmerchen gleich drei Saiten auf einmal anschlägt. Es gibt beim Klavier ein spezielles Pedal, das dafür sorgt, dass die Hämmerchen nur jeweils eine Saite anschlagen. Darüber kannst Du genaueres unter der Rubrik „Pedal“ erfahren. Wenn ein Ton beim Klavier erst einmal gespielt ist, wird er automatisch immer leiser und verschwindet irgendwann ganz. Es ist nicht möglich, einen Ton noch mal lauter werden zu lassen, wie z.B. bei einer Geige. Bei ihr kann man nach belieben leiser und lauter werden.

Es gibt ein rechtes und ein linkes Pedal. Das Rechte wird „Dämpfungsaufhebung“ genannt. Es sorgt dafür, dass die Hämmerchen, nachdem sie eine Saite angeschlagen haben, nicht - wie normalerweise - zurückfallen und den Ton so zum Schweigen bringen, sondern dass sie gehoben werden und der Ton weiterklingt. Die anderen Saiten schwingen mit und so hat das Klavier einen volleren Klang. Das linke Pedal wird auch „Piano-Peda“l genannt. Ein Klavier ist ja mehrchörig und wenn das Piano-Pedal betätigt wird, schlägt der Hammer nicht mehr auf drei Saiten sondern nur noch auf eine, weswegen der Ton leiser ist. Teilweise haben Klaviere sogar noch ein drittes Pedal. Bei manchen wird dann ein Filzstreifen zwischen Hammer und Saite geschoben, dann ist der Ton noch leiser. Bei anderen wird ein Metallplättchen an den Filz gehängt. So hört sich das Klavier etwas klimpernd wie sein Vorgänger, das Cembalo, an.

Die Saiten des Klaviers sind aus Metall und werden von den Hämmern angeschlagen. Die Saiten sind extra in einen gusseisernen Rahmen gespannt, weil ihre Zugkraft sehr, sehr stark ist. Jede Saite hat nämlich eine Zugkraft bis ca. 60-80 Kilogramm. Insgesamt sind das bis zu 20 Tonnen!

Ein Klavier besitzt eine so genannte Klaviatur mit 88 Tasten. Davon sind 52 weiß und 36 schwarz. Ein Klavier hat 7 Oktaven, das heißt, dass die Noten C, Cis/Des, D, Dis/Es, E, F, Fis/Ges, G, Gis/As, A, Ais/B, H jeweils 7-mal auf dem Klavier vorhanden sind. Ganz links hören sie sich sehr tief an und je weiter rechts man spielt, desto höher werden sie. Die Tasten sind abwechselnd angeordnet, also immer eine weiße Taste und dann etwas höher und weiter hinten eine schwarze Taste. Auf dem Bild kannst Du gut erkennen, dass an vielen Stellen schwarze Tasten fehlen. An diesen Stellen sind die weißen Tasten nur einen halben Tonschritt voneinander entfernt. Deswegen werden dort keine schwarzen Tasten benötigt.

Wenn ein Klavier mal kaputt geht oder es sich plötzlich ganz komisch anhört, muss ein Klavierstimmer kommen. Er repariert es oder stimmt es neu. Das heißt, dass er wie z.B. bei einer Gitarre die Saiten lockerer oder fester zieht. Das dauert ca. 1 Stunde. Oder er zieht neue Filzstreifen auf die Hämmerchen. Dafür benötigt er unter anderem auch einen Stimmhammer. Aber warum verstimmt sich ein Klavier eigentlich? Das liegt an den Luftverhältnissen. Im Winter, wenn es sehr kalt ist, wird das Metall an den Saiten ganz hart und im Sommer verformt es sich ein bisschen. Ein Klavier sollte 1-mal im Jahr neu gestimmt werden und bei uns muss es außerdem vor jedem Konzert gestimmt werden. Du kannst aber dein Klavier nicht selber stimmen. Man könnte sich zwar ein Stimmgerät kaufen, aber das ist nie so genau wie bei einem echten Klavierstimmer. Um Klavierstimmer zu werden, muss man eine dreieinhalb jährige Ausbildung machen. Wenn man den Beruf des Klavier- und Cembalobauers erlernen will, muss man vorher die Ausbildung des Klavierstimmers machen. Wenn man solche Berufe erlernen will, braucht man ein besonders gutes Gehör.

Mit 140.000 Schülern ist das Klavier das beliebteste Instrument Deutschlands und mehr als 3 Millionen Menschen besitzen ein Klavier oder einen Flügel. Es gibt sogar einen Linkshänderflügel! Die Leipziger Klavierbaufirma Blüthner hat ihn zusammen mit einem linkshändigen Pianisten gebaut. Die Saiten, die Tastatur, einfach alles ist seitenverkehrt. -Ein Klavier besteht aus etwa 7100 Einzelteilen und ein Flügel aus 8800 Einzelteilen. Für den Bau eines Klaviers benötigt man 120 Arbeitsstunden, für einen Flügel sogar 500 Arbeitsstunden. -der längste Konzertflügel der Welt misst 3,08 Meter -der Weltrekord im Dauerklavierspielen wird von der Pianistin Ansi Verwey gehalten! Ihr gelang es, 52 Stunden und 52 Minuten am Stück Klavier zu spielen. Dabei durfte sie nur alle acht Stunden eine Pause von 15 Minuten einlegen!

Wenn ein Klavier mal kaputt geht oder es sich plötzlich ganz komisch anhört, muss ein Klavierstimmer kommen. Er repariert es oder stimmt es neu. Das heißt, dass er wie z.B. bei einer Gitarre die Saiten lockerer oder fester zieht. Das dauert ca. 1 Stunde. Oder er zieht neue Filzstreifen auf die Hämmerchen. Dafür benötigt er unter anderem auch einen Stimmhammer. Aber warum verstimmt sich ein Klavier eigentlich? Das liegt an den Luftverhältnissen. Im Winter, wenn es sehr kalt ist, wird das Metall an den Saiten ganz hart und im Sommer verformt es sich ein bisschen. Ein Klavier sollte 1-mal im Jahr neu gestimmt werden und bei uns muss es außerdem vor jedem Konzert gestimmt werden. Du kannst aber dein Klavier nicht selber stimmen. Man könnte sich zwar ein Stimmgerät kaufen, aber das ist nie so genau wie bei einem echten Klavierstimmer. Um Klavierstimmer zu werden, muss man eine dreieinhalb jährige Ausbildung machen. Wenn man den Beruf des Klavier- und Cembalobauers erlernen will, muss man vorher die Ausbildung des Klavierstimmers machen. Wenn man solche Berufe erlernen will, braucht man ein besonders gutes Gehör.

Mit 140.000 Schülern ist das Klavier das beliebteste Instrument Deutschlands und mehr als 3 Millionen Menschen besitzen ein Klavier oder einen Flügel. Es gibt übrigens auch einen Linkshänderflügel.

Die Leipziger Klavierbaufirma Blüthner hat ihn zusammen mit einem linkshändigen Pianisten gebaut. Die Saiten, die Tastatur, einfach alles ist seitenverkehrt. Ein Klavier besteht aus etwa 7100 Einzelteilen und ein Flügel aus 8800 Einzelteilen.

Für den Bau eines Klaviers benötigt man 120 Arbeitsstunden, für einen Flügel sogar 500 Arbeitsstunden. Der längste Konzertflügel der Welt misst 3,08 Meter.

Der Weltrekord im Dauerklavierspielen wird von der Pianistin Ansi Verwey gehalten! Ihr gelang es, 52 Stunden und 52 Minuten am Stück Klavier zu spielen. Dabei durfte sie nur alle acht Stunden eine Pause von 15 Minuten einlegen!