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Die Klarinette

Die Klarinette gehört wie das Fagott, die Oboe und die Querflöte zur der Familie der Holzblasinstrumente. Sie besteht aus insgesamt fünf Teilen, die ineinander gesteckt werden.

Das schnabelförmige Mundstück ist aus gehärtetem Kautschuk. Moderne Mundstücke sind aus Kunststoff, manchmal auch aus Holz oder Glas und Metall gefertigt. Der Ton der Klarinette wird durch das ca. 12,5 mm breite einfache Rohrblatt (im Gegensatz zum Doppelrohrblatt beim Fagott) erzeugt. Dieses Rohrblatt wird am Mundstück mit Hilfe eines Metallhalters oder einer Schnur befestigt.

Den Teil, der unter das Mundstück gesteckt wird nennt man Birne oder auch Fass, weil er etwas dicker ist. Mit ihm kann der Klarinettist sein Instrument stimmen. Die Länge der Birne entscheidet über die Tonhöhe. Unter die Birne werden zuerst das Oberstück und dann das Unterstück gesteckt. An ihnen sind die Klappen befestigt. Der unterste Teil der Klarinette ist der Trichter. Er ist für den Klang der tiefsten Töne verantwortlich.

Die Klarinette besteht üblicherweise aus afrikanischem Grenadillholz, doch oft auch aus Buchsbaum- oder Ebenholz. Die Klappen der Klarinette sind aus Messing, Silber oder Gold. Das zusammengebaute Instrument hat eine Gesamtlänge von 66 cm.

Schon in der Antike gab es Instrumente, die der Klarinette ähnlich waren. Der Vorgänger der Klarinette ist das Chalumeau (sprich: Schalümo), auf dem man aber nicht so viele Töne spielen konnte wie auf der Klarinette. Erst um 1700 wurde das Chalumeau von deutschen Instrumentenbauern weiterentwickelt. Es kamen mehrere Klappen hinzu und so konnten auch mehr Noten gespielt werden.

Am Anfang gab es dann zwei Instrumente, das Clarinetto für die hohen und das Chalumeau für die tieferen Töne. Heutige Klarinetten können sowohl die hohen als auch die tiefen Töne spielen, die tieferen nennt man aber immer noch Chalumeau-Register. Bei den Klarinettenklappen, die die Löcher verschließen, wurden Filzscheiben durch Scheiben aus Leder ersetzt, da diese die Löcher besser abdichten und der Ton dadurch klarer klingt.