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Das Horn

Das Horn ist ein Blechblasinstrument und Bestandteil eines jeden Orchesters. Der Klang des Horns ist tiefer als der Klang der Trompete und höher als der Klang von Posaune und Tuba. Zu finden ist das Horn in vielen Bereichen der Musik sowie in der Jagd als Signal (das macht die Verständigung der Jäger auf weiten Entfernungen möglich).

Ein Horn ist eine etwa kreisrund gebogene Röhre, die durch Verwendung von Ventilen während des Musizierens in ihrer Länge verändert werden kann. Dadurch wird die Tonhöhe beeinflusst. Das Mundrohr mit dem Mundstück, in das der Hornist hineinbläst, und der Schallbecher aus dem der Ton heraus kommt, ragen aus dem Rohr heraus. Das Horn, das im Sinfonieorchester verwendet wird, nennt man Waldhorn.

Es ist anzunehmen, dass das Horn eines der ältesten Instrumente ist. Ursprünglich wurde das Instrument aus den Hörnern von Ziegen, Schafen, Rindern und anderen Tieren mit Hörnern gemacht. Dabei wurde ein Loch in die Spitze oder Seite gebohrt in das man dann blasen konnte. So stellte man auch fest, dass der Ruf eines Horns auch von weit weg zu hören ist und man erkannte den Nutzen des Horns bei der Jagd.

Um 1500 kam man dann auf die Idee, Hörner aus Messingblech herzustellen. 1753 entwickelte der Hornist Anton Joseph Hampel eine Stopftechnik, die es den Hornisten ermöglicht, sowohl tiefe als auch sehr hohe Töne zu spielen. Dabei wird die Hand in den Trichter gestopft (Das siehst du oben und in dem Bild links neben dem Text). Diese Entdeckung war ein großer Fortschritt für das Hornspiel. Diese Technik erfordert allerdings sehr viel Übung, da sich durch das Stopfen auch die Klangfarbe (ob es hell oder dunkel klingt) verändert. Das muss dann ausgeglichen werden.

Zu dieser Zeit wurde das Kesselmundstück zum Trichtermundstück, das einen sehr viel weicheren Klang erzeugt. Mit der Zeit veränderte sich auch der Trichterumfang und es kamen kleine Aufsatzstücke hinzu, welche das genaue Stimmen der Instrumente ermöglicht. Die bis jetzt letzte Veränderung war die Einführung zweier Ventile um 1813. Durch Herunterdrücken des ersten Ventils (zu sehen auf dem zweiten Bild) kann der Naturton um einen ganzen Ton erniedrigt werden, das heißt er wird tiefer und klingt dunkler. Das zweite Ventil führt zur Verminderung um einen halben Ton. Später wurde noch ein drittes Ventil zugefügt. Nun kann der Naturton um anderthalb Töne vertieft werden.